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Innenwand: unbeheizt oder beheizt mit niedrigerer Temperatur

Welchen der beiden Innenwand-Abschnitte Sie brauchen, welcher Korrekturfaktor gilt und wohin Türen in Innenwänden gehören

Im Reiter Wände gibt es zwei Abschnitte für Innenwände. Welchen Sie brauchen, entscheidet sich daran, ob der angrenzende Bereich beheizt ist — nicht an der Temperaturdifferenz allein.

Türen und Fenster in Innenwänden dürfen übermessen werden, sofern sie nur einen geringen Flächenanteil an der jeweiligen Innenwand ausmachen.

Innenwand (unbeheizt)

Aktivieren Sie diesen Abschnitt, wenn der Raum an einen unbeheizten Bereich grenzt, zum Beispiel an ein unbeheiztes Treppenhaus, den Keller, den Dachboden oder die Garage.

Der Korrekturfaktor fx = 0,50 ist gemäß DIN/TS 12831-1, Tabelle 26 vorbelegt. Sie können ihn überschreiben, wenn Ihr Fall einen anderen Wert verlangt.

Innenwand (beheizt, kälter ΔT > 4 K)

Aktivieren Sie diesen Abschnitt, wenn der Raum an einen beheizten Raum grenzt, dessen Solltemperatur mehr als 4 K niedriger ist — zum Beispiel ein Bad mit 24 °C neben einem beheizten Treppenhaus mit 15 °C.

Der Korrekturfaktor fx = 0,30 ist gemäß DIN/TS 12831-1, Tabelle 26 vorbelegt.

Welcher Abschnitt gilt wann?

Angrenzender Bereich

Beispiel

Abschnitt

fx

unbeheizt (unter 15 °C)

unbeheiztes Treppenhaus, Keller, Dachboden, Garage

Innenwand (unbeheizt)

0,50

beheizt, aber mehr als 4 K kälter

beheiztes Treppenhaus mit 15 °C neben der Wohnung

Innenwand (beheizt, kälter ΔT > 4 K)

0,30

beheizt, Unterschied bis 4 K

Badezimmer neben Wohnzimmer

keiner — nicht erfassen

Grenzt ein Raum an beide Arten von Bereichen, dürfen Sie auch beide Abschnitte gleichzeitig aktivieren und je eine Länge eintragen.

Was Sie eintragen

  • Länge der Wand im Innenmaß — die Raumhöhe zieht sich die Berechnung selbst.

  • Bauteil der Innenwand. Ist keins hinterlegt, können Sie den U-Wert über „U-Wert Innenwand Direkteingabe" auch direkt eingeben.

  • Korrekturfaktor — vorbelegt mit 0,50 bzw. 0,30, überschreibbar.

Türen und Fenster in Innenwänden

Die Reiter Türen und Fenster meinen die Außenhülle. Sie rechnen mit dem vollen Temperaturunterschied zur Norm-Außentemperatur, und ihre Fläche wird von der Außenwand abgezogen. Eine Tür zum Treppenhaus gehört dort deshalb nicht hinein — das ergäbe eine zu hohe Heizlast und zugleich eine zu kleine Außenwand.

Richtig ist: Die Wand als Innenwand erfassen und die Länge über die Tür hinweg messen. Türen und Fenster in Innenwänden dürfen übermessen werden, solange sie nur einen geringen Flächenanteil der jeweiligen Innenwand ausmachen.

Wenn die Tür fast die ganze Wand einnimmt

Dann trägt das Übermessen nicht mehr — vom Wandaufbau bleibt oft nur der Sturz. Rechnen Sie in diesem Fall einen flächengewichteten U-Wert aus Tür und verbleibender Wandfläche und hinterlegen Sie ihn über die U-Wert-Direkteingabe:

U = (UTür · ATür + UWand · AWand) / Agesamt

Die Wandlänge bleibt dabei die volle Länge. Beispiel: Tür 2,0 m² mit U = 2,0 W/(m²·K), Sturz 0,6 m² mit U = 1,2 W/(m²·K) ergibt (2,0 · 2,0 + 1,2 · 0,6) / 2,6 = 1,82 W/(m²·K).

Warum der Korrekturfaktor

Die Berechnung rechnet auch bei Innenwänden mit der vollen Differenz zur Norm-Außentemperatur. Der Korrekturfaktor fx bringt das auf den tatsächlichen Temperaturunterschied herunter. Er ist also das Stellrad — nicht der Name des Abschnitts. Beide Innenwand-Abschnitte rechnen ansonsten gleich.